Edelstahl 316 vs. Edelstahl 316L: Was ist der Unterschied?

Einführung

Auf dem Markt sind verschiedene Sorten von Edelstahllegierungen erhältlich. Auch wenn sie auf den ersten Blick gleich aussehen, unterscheiden sie sich in der Zusammensetzung von Kohlenstoff, Chrom und anderen Metallelementen. Der zugesetzte Chromanteil schützt die Legierung vor Korrosion und anderen Schäden.

Innerhalb dieser breiten Palette von Edelstahllegierungen ist die Serie 300 die wichtigste. Zu dieser Serie gehören 316 und 316L, die für die Schifffahrt geeignet sind. Sie sind beliebt, weil sie unterschiedliche Qualitäten von Molybdän und Kohlenstoff enthalten. Molybdän schützt die Legierung vor Korrosion in Meerwasser und Chloridionenumgebung.

Beide Edelstahllegierungen eignen sich für eine Reihe von Anwendungen, z. B. in der Schifffahrt, im Schiffbau und für andere industrielle Zwecke. 316 und 316L können austauschbar verwendet werden. In diesem Artikel soll zwischen den beiden Edelstahlvarianten - 316 und 316L - unterschieden werden, damit Sie die beste auswählen können.

Was ist nichtrostender Stahl?

Was ist rostfreier Stahl?

Rostfreier Stahl - eine Metalllegierung, die aus einer Kombination von Eisen und Kohlenstoff besteht. Geringere Mengen anderer Metallelemente können hinzugefügt werden, wodurch eine große Vielfalt an Edelstahlsorten entsteht. Eines dieser Elemente ist Chrom, das in einer Zusammensetzung von 10,5% zugesetzt wird. Es bildet eine selbstreparierende Chromoxidschicht, die die Stähle sehr korrosionsbeständig macht. Außerdem verleiht es dem Stahl eine glänzende Oberfläche.

Nichtrostender Stahl ist eine weit verbreitete Legierung, die für ihre Eignung für den Dauereinsatz bekannt ist. Dies ist auf seine besonderen Eigenschaften zurückzuführen. Dazu gehören:

  • Hochgradig korrosionsbeständig
  • Hitzebeständig
  • Duktil
  • Hochglanzoberfläche
  • biologisch inert

Aufgrund ihrer bemerkenswerten Eigenschaften können sie in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden. Dazu gehören die Schifffahrts-, Lebensmittel-, Pharma- und andere Industrien.

Rostfreier Stahl 316 und 316L: Definition und Zusammensetzung

316 vs 316L Edelstahl YASCO

Rostfreier Stahl 316:

Es handelt sich um eine gängige austenitische Edelstahllegierung. Sie besteht hauptsächlich aus:

  • 2-3% Molybdän
  • 10-14% nickel 
  • 16-18% Chrom 

Diese Zusammensetzung bietet eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit. Sie ist am besten für Außen- oder Unterwasserumgebungen geeignet.

316L-Edelstahl:

Der rostfreie Stahl 316L zeichnet sich durch seinen besonders niedrigen Kohlenstoffgehalt aus, der unter 0,03% liegt. Beim Schweißen bedeutet dieser niedrige Kohlenstoffgehalt eine geringere Wahrscheinlichkeit der Bildung von Karbidausscheidungen. Dadurch wird die Korrosionsbeständigkeit erhöht. Der rostfreie Stahl 316L wird für schwere und geschweißte Bauteile verwendet.

Edelstahl 316 vs. 316L

 Zusammensetzung des Kohlenstoffs:

Der Hauptunterschied zwischen den beiden Varianten nichtrostenden Stahls liegt im Kohlenstoffgehalt, den sie enthalten. Nichtrostender Stahl 316 hat im Vergleich zu 316L einen höheren Kohlenstoffgehalt. Beim Schweißen führt die Verringerung des Kohlenstoffgehalts zu einer geringeren Wahrscheinlichkeit der Bildung von Karbidausscheidungen. 

Schweißeignung:

Beim Schweißen wird eine Zusammensetzung mit geringerem Kohlenstoffgehalt bevorzugt. So bietet 3l6 eine gute Schweißbarkeit. Es reduziert den Schweißnahtverfall, während 316 nach dem Schweißen anfälliger für Korrosion ist.

Korrosion:

Beim Schweißen widersteht 316L der interkristallinen Korrosion. Daher weist 316L im Vergleich eine bessere Korrosionsbeständigkeit auf als Edelstahl 316.

Mechanische Eigenschaften:

Sowohl 316 als auch 316L weisen eine ähnliche Festigkeit und Haltbarkeit auf. Der geringere Kohlenstoffgehalt von 316L führt jedoch zu einem etwas weicheren Material. Deshalb sind sie auch dehnbarer.

Kosten und Verfügbarkeit:

Aufgrund der geringen Unterschiede in der Materialzusammensetzung bleiben die Kosten und die Verfügbarkeit fast gleich. Manchmal kann es jedoch vorkommen, dass 316L zu einem hohen Preis verkauft wird. Bei langfristigen Investitionen können die Wartungskosten gesenkt werden.

Anwendungen:

316 eignet sich für Anwendungen mit hoher Schweiß- und Korrosionsbeständigkeit. So wird es in medizinischen Implantaten, chirurgischen Instrumenten und Lagertanks verwendet. Sie sind in der Marine und im Schiffbau weit verbreitet.

316L wird häufig in der Wasserfiltration, in pharmazeutischen Reaktoren und in der Lebensmittelindustrie eingesetzt.

Die Wahl zwischen 316 und 316L

Die Wahl zwischen den beiden Edelstahl-Varianten hängt letztlich von Ihren Arbeitsanforderungen ab. Die beiden wichtigsten Faktoren sind die Schweißanforderungen und die Korrosionsbeständigkeit der Anwendung.

  • 316L hat einen geringeren Kohlenstoffgehalt und ist am besten für langfristige Investitionen geeignet.
  • 316 hat einen höheren Kohlenstoffgehalt, weshalb es häufiger korrodiert als 316L.

Schlussfolgerung

Nach einer detaillierten Analyse der Unterschiede zwischen 316 und 316L Edelstahl wurde festgestellt, dass sie sich in der Zusammensetzung ihres Kohlenstoffgehalts unterscheiden. 316 bietet eine hohe Festigkeit für weniger intensive Schweißanwendungen. Edelstahl 316L eignet sich besser zum Schweißen und für die Korrosionsbeständigkeit. Beurteilen Sie Ihren Bedarf und wählen Sie dann die Option, die Ihren Anforderungen am besten entspricht.

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